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Hörminderung/Hörverlust

Eine Hörminderung ist oft ein über viele Jahre schleichend fortschreitender Prozess. Häufig bemerken nahe Angehörige oder Freunde als erste, dass sich ein Hörverlust eingestellt hat. Wenn sie immer öfter Sätze oder Wörter wiederholen müssen oder feststellen, dass der Fernseher unangemessen laut gestellt wird.

Wenn Sie unsicher sind und gern wissen möchten, wie leistungsfähig ihr Hörvermögen ist, dann können Sie Ihr Gehör bei uns oder bei jedem HNO-Arzt testen lassen.

In unseren Fachgeschäften ist jeder Hörtest kostenlos.

Sind Sie bereits sicher, dass Sie eine Hörgeräteversorgung in Angriff nehmen möchten, dann sollten Sie nicht zu lange warten. Je länger Sie warten, desto schwieriger wird es werden, später von Hörsystemen zu profitieren. Das Gehör entwöhnt sich schnell von normalen Geräuschen. Zusätzlich degenerieren verschiedene Verarbeitungsprozesse, wenn das Ohr keine Schalleindrücke mehr wahrnimmt und weiter gibt. Unser Gehirn ist darauf angewiesen immer wieder Informationen zu bekommen, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Es braucht sozusagen Training. Fehlt dieses Training schwindet auch die Fähigkeit Sprache, Geräusche und akustische Situationen richtig zu bewerten.

Das Ohr

Bildquelle: Siemens-Hörgeräte Erlangen, www.hoergeraete-siemens.de

Von all unseren Sinnen, ist das Ohr das wichtigste Kommunikationsorgan. Selbst wenn wir schlafen, wird das Hören nicht abgestellt.

 

Das menschliche Ohr ist in drei Bereiche eingeteilt: dem Außen-, dem Mittel- und dem Innenohr.

 

Das sichtbare Außenohr besteht aus der Ohrmuschel und äußerer Gehörgang. In der Ohrmuschel wird der ankommende Schall gebündelt und durch den Gehörgang hindurch zum Trommelfell geleitet, was in Schwingungen versetzt wird.

 

Das Mittelohr ist ein mehr oder weniger abgeschlossener Raum, der sich hinter dem Trommelfell befindet. Hier finden wir die kleinsten Knochen des menschlichen Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel. Die drei Knöchelchen werden durch winzige Bänder in ihrer Position gehalten. Durch die flexible Lagerung ist die Gehörknöchelchenkette in der Lage, die Schwingungen des Trommelfells zu übernehmen und weiter zu leiten. Der letzte der drei Knochen, der Steigbügel mündet mit einer Knochenplatte an der Hörschnecke.

 

Die Hörschnecke, auch als Cochlea bezeichnet, bildet den noch fehlenden Teil des Ohres: das Innenohr. Die Schnecke ist der Bereich in dem die Schallwellen, die bis dahin noch rein mechanische Bewegungen sind, in Nervenimpulse umgewandelt werden. In der mit Flüssigkeit gefüllten Cochlea befinden sich unzählige Sinneszellen, die mit kleinsten Haaren jegliche Bewegung der Flüssigkeit registrieren. Die an der Steigbügelfußplatte ankommenden Schwingungen werden an die Flüssigkeit übergeben und rollen als Welle durch die Kanäle der Hörschnecke. Auf diese Bewegungen reagieren nun die Haarsinneszellen und lösen einen Nervenimpuls aus. Die Impulse werden über den Hörnerv an das Zentrale Nervensystem weiter gegeben, im Gehirn ausgewertet und als Schallsignal identifiziert.